Wenn man nachts zu oft aufs Klo muss…

Kaum jemand redet darüber, doch viele Österreicher – junge und alte –
leben damit und leiden darunter.

Von nächtlicher Harnflut (med. nächtliche Polyurie oder Nykturie) spricht man, wenn die
Harnausscheidung in der Nacht mehr als ein Drittel der 24-Stunden-Harnmenge beträgt.
Je nach Ausprägung treibt Harndrang Betroffene entweder mehrmals in der Nacht auf die
Toilette oder lässt die Blase im Schlaf übergehen.

Im Wesentlichen verbergen sich hinter dem Begriff drei Krankheitsbilder:

  • Wasserharnruhr (Diabetes Insipidus)
  • Bettnässen (Enuresis) mehr Infos auf www.clubmondkind.at
  • vermehrtes nächtliches Wasserlassen (Nykturie oder nächtliche Polyurie)

Bei Diabetes insipidus ist die Niere nicht in der Lage Harn zu konzentrieren,
weshalb der Körper (ohne Behandlung) bis zu 20 Liter pro Tag wieder ausscheidet.

Die wesentliche Unterscheidung zwischen Bettnässen und Nykturie ist,
dass Bettnässer aufgrund einer verminderten Wahrnehmung des sogenannten
Miktionsreizes („arousal deficit“) den Harndrang nicht spüren, somit nicht aufwachen
und im Schlaf einnässen. Nykturie-Patienten wachen nachts zweimal oder noch öfter auf,
um auf die Toilette zu gehen.

Bei allen drei Krankheitsbildern gilt es, durch exakte Diagnose der Ursache auf den
Grund zu gehen und andere Erkrankungen auszuschließen.